Regulierung verständlich erklärt

Was sind ESRS & CSRD —
und warum betrifft es Ihr Unternehmen?

Neue EU-Vorschriften verändern, wie Unternehmen über Nachhaltigkeit berichten müssen. Wir erklären, was das konkret bedeutet — für große Konzerne und für KMU.

Zwei Begriffe,
die Sie kennen müssen

Die EU hat mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) einen neuen, verbindlichen Rahmen für Nachhaltigkeitsberichte geschaffen. Die technische Umsetzung erfolgt über die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) — ein Regelwerk aus zwölf detaillierten Standards.

Kurz gesagt: Die CSRD ist das Gesetz. Die ESRS sind die genauen Vorgaben, was in einem ESG-Bericht stehen muss, wie Daten erhoben werden und was offenzulegen ist.

Was viele nicht wissen: Diese Pflichten treffen nicht nur Großunternehmen. Über die Lieferkette werden auch kleine und mittlere Unternehmen zunehmend in die Pflicht genommen.

CSRD

Corporate Sustainability Reporting Directive

EU-Richtlinie, die seit 2024 schrittweise in Kraft tritt. Verpflichtet Unternehmen ab einer bestimmten Größe zur strukturierten Nachhaltigkeitsberichterstattung — vergleichbar mit der Finanzberichterstattung.

ESRS

European Sustainability Reporting Standards

12 detaillierte Standards, die vorgeben wie berichtet werden muss. Aufgeteilt in Querschnittsstandards (ESRS 1 & 2) und thematische Standards zu Umwelt, Soziales und Governance.

ESG

Environmental, Social & Governance

Die drei Säulen der Nachhaltigkeitsberichterstattung: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. ESG ist der übergeordnete Begriff, ESRS die technische Umsetzung.

Wer muss wann
berichten?

2024
Bereits in Kraft

Große kapitalmarktorientierte Unternehmen

Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, die bereits unter die NFRD-Pflicht fielen. Erste Berichte nach neuem Standard für das Geschäftsjahr 2024.

2025
Läuft gerade an

Alle großen Unternehmen

Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern oder 40 Mio. EUR Umsatz. Ab diesem Jahr müssen sie ESRS-konforme Berichte für das Geschäftsjahr 2025 vorlegen.

2026
Bald relevant

Börsennotierte KMU

Kleine und mittlere Unternehmen, die an einem EU-regulierten Markt gelistet sind, fallen ab 2026 unter die Berichtspflicht.

Jetzt
Indirekter Druck

Alle KMU als Zulieferer

Auch wenn KMU formal noch nicht berichtspflichtig sind: Große Unternehmen müssen ihre gesamte Lieferkette erfassen. Als Lieferant werden Sie zunehmend nach ESG-Daten gefragt — von Ihren Kunden.

Was die ESRS
konkret verlangen

Die ESRS decken drei Bereiche ab: Querschnittsthemen, Umwelt (E), Soziales (S) und Governance (G). Jeder Standard definiert, welche Informationen offenzulegen sind.

ESRS 1 & 2

Allgemeine Anforderungen

Grundprinzipien der Berichterstattung, Wesentlichkeitsbewertung und allgemeine Angaben zum Unternehmen und seiner Nachhaltigkeitsstrategie.

ESRS E1

Klimawandel

CO2-Emissionen (Scope 1, 2 & 3), Klimarisiken, Energieverbrauch und Maßnahmen zur Emissionsreduzierung.

ESRS E2

Umweltverschmutzung

Schadstoffemissionen in Luft, Wasser und Boden. Verwendung und Freisetzung gefährlicher Stoffe.

ESRS E3

Wasserressourcen

Wasserverbrauch, Wasserentnahme, Abwasser und Auswirkungen auf Wasserökosysteme.

ESRS E4

Biodiversität

Auswirkungen auf Ökosysteme und Artenvielfalt. Besonders relevant für Unternehmen mit direktem Naturflächenbezug.

ESRS E5

Ressourcen & Kreislaufwirtschaft

Materialverbrauch, Abfallmanagement, Kreislaufwirtschaftsprinzipien und Produktlebensdauer.

ESRS S1

Eigene Belegschaft

Arbeitsbedingungen, Gehälter, Vielfalt, Gesundheit und Sicherheit der eigenen Mitarbeiter.

ESRS S2 & S3

Lieferkette & Gemeinschaften

Soziale Standards entlang der Lieferkette und Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften.

ESRS S4

Verbraucher & Endnutzer

Produktsicherheit, Verbraucherschutz und verantwortungsvolle Vermarktung.

ESRS G1

Unternehmensführung

Compliance, Anti-Korruption, Transparenz, Lobbying und Verantwortung im Lieferkettenmanagement.

Wesentlichkeit

Was ist für Sie relevant?

Nicht alle Standards gelten gleich. Eine Wesentlichkeitsanalyse bestimmt, welche Themen für Ihr Unternehmen tatsächlich berichtspflichtig sind.

ESG Ready

Wir übernehmen das

Unser Wizard führt Sie durch alle relevanten Standards — und ermittelt automatisch, welche Punkte für Ihre Branche und Unternehmensgröße wesentlich sind.

Was passiert bei Nichteinhaltung?

Unternehmen, die der CSRD-Berichtspflicht unterliegen und keine konformen Berichte vorlegen, riskieren Bussgelder, den Verlust von Bankfinanzierungen (EU-Taxonomie-Konformität wird vorausgesetzt) und den Ausschluss aus Lieferketten von Großunternehmen.

Für KMU als Zulieferer gilt: Wer keine ESG-Daten liefern kann, verliert Aufträge. Bereits heute fordern immer mehr Großunternehmen strukturierte Nachhaltigkeitsnachweise von ihren Lieferanten — auch wenn diese noch nicht formal berichtspflichtig sind.

Auch Banken und Kreditinstitute berücksichtigen ESG-Kriterien zunehmend bei der Kreditvergabe. Im Rahmen der EU-Taxonomie und der eigenen Nachhaltigkeitsberichterstattung der Banken werden Unternehmenskredite künftig verstärkt an ESG-Nachweise geknüpft. Ein vorhandener ESG-Bericht kann damit direkt die Finanzierungskonditionen Ihres Unternehmens beeinflussen.

Was KMU
am häufigsten fragen

Bin ich als KMU direkt von der CSRD betroffen?

Direkt berichtspflichtig nach CSRD sind zunächst Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern oder 40 Mio. EUR Umsatz. Für kleinere KMU gibt es noch keine direkte Pflicht. Indirekt sind Sie aber sehr wohl betroffen: Als Zulieferer müssen Sie zunehmend ESG-Daten an Ihre Großkunden liefern, die ihrerseits die gesamte Lieferkette erfassen müssen.

Was kostet ein professioneller ESG-Bericht ohne ESG Ready?

Eine klassische ESG-Beratung durch externe Unternehmensberatungen kostet für KMU typischerweise zwischen 15.000 und 50.000 Euro — für die erstmalige Erstellung. Jährliche Updates liegen meist zwischen 5.000 und 15.000 Euro. Für die meisten KMU ist das schlicht nicht leistbar. ESG Ready bietet eine vollständige Alternative zu einem Bruchteil dieser Kosten.

Wie lange dauert die Erstellung eines ESG-Berichts mit ESG Ready?

Mit ESG Ready dauert die erstmalige Dateneingabe je nach Unternehmensgröße zwischen 2 und 6 Stunden. Der eigentliche Bericht wird danach automatisch generiert. Wenn Sie das ESG Certified oder Partner Paket gewählt haben, folgt anschließend ein Review-Call mit unserem Experten — typischerweise 1-2 Stunden. Der gesamte Prozess von Dateneingabe bis fertigem Bericht dauert selten länger als eine Woche.

Ist der Bericht wirklich ESRS-konform?

Ja. Unser System basiert auf den offiziellen ESRS-Standards der EFRAG (European Financial Reporting Advisory Group). Die Zuordnung aller Datenpunkte, Berechnungsmethoden und Offenlegungsanforderungen folgt den verabschiedeten Delegierten Rechtsakten der EU-Kommission. Bei den Paketen ESG Certified und ESG Partner erfolgt zusätzlich eine persönliche Prüfung durch Dipl.-Ing. Alexander Riedl.

Was passiert, wenn sich die Regulierung ändert?

ESG Ready wird laufend an neue regulatorische Anforderungen angepasst. Als Kunde profitieren Sie automatisch von allen Updates — ohne Mehrkosten. Die EU-Regulierung im ESG-Bereich entwickelt sich schnell, und wir behalten das für Sie im Blick.

Kann ich den fertigen Bericht direkt an meine Partner schicken?

Für die interne Nutzung und als Nachweisdokument gegenüber Kunden oder Lieferanten ist der Bericht direkt verwendbar. Für eine offizielle, extern testierte Berichterstattung — etwa zur Erfüllung der direkten CSRD-Pflicht — ist jedoch eine Prüfung durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer erforderlich. Diese externe Prüfung können wir leider nicht anbieten, da der Prüfer gesetzlich unabhängig vom Ersteller des Berichts sein muss. Wir empfehlen in diesem Fall, den fertigen ESG Ready-Bericht als Grundlage für die Wirtschaftsprüfung zu verwenden — das spart erheblich Zeit und Kosten.

Was brauche ich für die Dateneingabe?

Die wichtigsten Dokumente und Informationen sind: Strom- und Gasrechnungen, Wasserrechnungen, Tankbelege und Kraftstoffnachweise, Angaben zu Ihren Mitarbeitern (Anzahl, Vollzeit/Teilzeit, Fluktuation), Informationen zu Geschäftsreisen (Flüge, Bahnfahrten, Hotelübernachtungen) sowie vorhandene interne Richtlinien zu Umwelt-, Gleichstellungs- oder Compliance-Themen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Unterlagen Sie vorlegen können, desto aussagekräftiger und seriöser wird Ihr Bericht. Das System führt Sie Schritt für Schritt durch alle Datenpunkte — fehlende Angaben können geschätzt oder nachgereicht werden.

Kann ich zusätzliche Beratungsstunden buchen?

Ja. Sie können jederzeit über unsere Website weitere Beratungsstunden buchen und direkt einen Termin mit unserem Umweltexperten vereinbaren. Eine Einzelstunde kostet 249 EUR. Das ist besonders hilfreich, wenn nach dem Bericht konkrete Fragen zur ESG-Strategie oder zu spezifischen ESRS-Anforderungen entstehen.

Bereit, den ersten Schritt zu machen?

Wir begleiten Sie durch den gesamten Prozess — von der ersten Dateneingabe bis zum fertigen, unterschriebenen Bericht.

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